RENNBERICHTE 2025

Gaststart

beim ADAC Mini Bike Cup Germany

Kartarena Cheb 27.09.2025

 

Die Wettervoraussetzungen für das kommende Wochenende sind nicht optimal. Letzte Woche hatten wir in München noch Temperaturen von über 30° Doch für Freitag und Samstag sind momentan nur kühle 13° vorhergesagt. Nachts soll es sogar nur einstellig werden. Eventuell soll es sogar regnen. Trotzdem ist die Stimmung positiv, denn ich kann zum Ende der Saison noch mal meine Freunde aus der Deutschen Meisterschaft sehen und mit und gegen sie fahren. Das wird bestimmt großartig. Also machen wir uns am Donnerstagabend zum letzten offiziellen Event Richtung Cheb auf.

 

Freitag, 26.09.2025

Als wir morgens aus unserem Motorhome stiegen, ist es wirklich kalt und wir haben eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Aber zum Glück regnete es nicht. Das ist ja schon mal was. Das erste freie Training stand an diesem Tag erst um 10:48 Uhr an. Also genug Zeit, um unser Zelt und das ganze Equipment noch aufzubauen. Die Übersetzung vom Slovakia Ring behalten wir erst mal bei. Auch das Set-Up lassen wir so, dass hat ja alles ganz gut funktioniert. Wir müssen erst mal sehen, wie ich mit der Strecke und den herrschenden Streckenverhältnissen zurechtkomme, denn ich war das letzte Mal mit meiner Ohvale GP-0 - 160 ccm im Juni 2023 hier am Start. Die Reifen bleiben auch drauf. Die habe ich ja nur im Warm-Up und in den beiden Rennen gefahren. Die müssten eigentlich den ganzen Tag halten. Insgesamt haben wir heute 8 Trainingseinheiten mit je 12 Minuten Fahrzeit zur Verfügung.

 

1. freies Training - 10:48 Uhr

Das erste freie Training steht an. Mal sehen, wie die Streckenverhältnisse sind und wie schnell ich mich wieder auf die Strecke einstellen kann. Es ist etwas rutschig, aber für den ersten Turn ganz ok. Meine Rundenzeit lag bei 1:06.021.

 

2. + 3. freies Training - 11:48/12:48 Uhr

Der Himmel blieb bedeckt, aber wenigstens wurde es etwas wärmer und die Asphalttemperatur stieg. Der Grip wurde besser und ich fand so langsam meine Linie wieder. Die Zeiten konnte ich im dritten Turn um fast 3 Sekunden auf eine 1:03:114 drücken.

 

4. freies Training - 13:48 Uhr

Mit der Übersetzung waren wir noch nicht so zufrieden. Wir sind noch mal deutlich länger gegangen und haben ein um 6 Zähne kleineres Kettenblatt montiert. Natürlich musste ich mich auf die neue Situation erst mal wieder einstellen, aber etwas konnte ich meine Rundenzeit trotzdem korrigieren, auf eine 1:02.845. Die Übersetzung scheint besser zu passen. Danke an Filins #41 Papa.

 

5. + 6. freies Training – 14:48/15:48 Uhr

In den beiden vorletzten Turns lief es richtig gut. Ich kam immer besser mit der Strecke zu recht und die Zeiten gingen noch mal in den Keller. Ich konnte noch mal über 1,5 Sekunden gut machen und am Ende stand eine 1:01.223 auf der Uhr. Vielleicht kann ich heute noch auf eine glatte Minute kommen.

 

7. + 8. freies Training

Es wurde immer kälter und dunkler. So machte es einfach keinen Sinn mehr zu fahren und einen Sturz zu riskieren. Im Turn 6 kam ich nur noch auf eine 1:02.428. Aber ich konnte mit meiner heutigen Leistung mehr als zufrieden sein. Deshalb nahm ich das positive Gefühl mit in den Abend und stellte für heute mein Bike ab.

 

 

Samstag, 27.09.2025

Das Wetter ist heute etwas freundlicher als gestern, aber es ist trotzdem noch sehr kalt. Doch die Sonne schiebt sich langsam zwischen den Wolken durch und es wird spürbar wärmer. Das sind doch mal gute Vorzeichen und ich hoffe, dass ich an meine Leistung von gestern anschließen kann. Wenn mein Motorrad mitspielt, ich nicht stürze, ist das Podium tatsächlich in greifbarer Nähe. Deshalb muss ich heute wirklich alles geben und darf keine Fehler machen.

 

1. freies Training, 9:05 Uhr

Die Zeiten sind auf Anhieb auf dem Niveau vom Freitag, obwohl wir heute fast 2 Stunden früher auf der Strecke sind als gestern. Der Asphalt ist deshalb noch kälter und von der Nacht her noch etwas feucht. Aber Ole Säuberlich #5, Fillin Lorenz #41, Jason Rudolph # 93 und ich teilen uns wieder die ersten 4 Plätze. Was mich zudem riesig freut, dass auch noch Kai Hummel #98 pünktlich angereist ist und sich sofort auf Platz #5 einreiht. Allerdings sind nur 8 Fahrer draußen gewesen. Mit meiner Zeit von 1:01.160 bin ich aber fast zwei Sekunden langsamer als Ole #5 auf Platz 1… aber das wird schon.

 

2. freies Training, 10:20 Uhr

Na, wer sagt es denn, die Zeiten fallen. Ich konnte meine Zeit noch mal auf eine 0:59.938 drücken. Endlich ist die Marke von einer Minute geknackt. Der Abstand zu Platz 1 ist auch auf eine Sekunde geschrumpft. Ich hoffe es läuft auch in den Qualifyings so gut. Anders als in Österreich, gilt in Deutschland das beste Ergebnis aus Q1 und Q2 für den Startplatz in beiden Rennen. Mittlerweile sind auch alle 10 Fahrer auf der Strecke gewesen.

 

1. Qualifying, 11:35 Uhr

Yes, das erste Qualifying lief gut. Ich konnte mir in der letzten Runde mit einer Zeit von 0:59.634 den 4ten Startplatz sichern. Hoffe ich kann in Q2 noch mal nachlegen. Zu Platz 1 fehlt mir jetzt weniger als 1 Sekunde. Allerdings drückt von hinten Jaden Immanuel #91. Er ist klein und leicht und kommt mit einer 1:00.477 immer näher.

 

2. Qualifying, 12:50 Uhr

Auch in Q2 konnte ich den 4ten Starplatz mit einer 0:59.905 einfahren. Mehr war leider nicht drin. Zu Platz 3, zu Jason Rudolph #93, habe ich nur noch einen Abstand von 0:00.258 Sekunden. Das ist nur noch ein Hauch. Aber auch Jaden Immanuel #91 sitzt mir weiter im Nacken. Er konnte seine Zeit noch mal auf eine 1:00.185 drücken. Ich muss im Rennen einen perfekten Start hinlegen, sonst kann Jaden #91 evtl. gleich in der ersten Kurve an mir vorbeiziehen. Denn von Platz 5 aus, startet er etwas weiter innen zur ersten Kurve gesehen.

 

1. Rennen, 15:00 Uhr

Jetzt wird es sich zeigen, ob sich mein Wunsch aufs Podium zu fahren erfüllt. Der Start läuft leider nicht optimal, ich schalte aus Versehen gleich in den 2ten Gang und komme deshalb nur verhalten weg. Und es tritt genau das ein, was ich eigentlich nicht wollte. Jaden Immanuel #91 nutzt seine Chance und sticht vor mir in die erste Linkskurve und ist somit auf Platz 4 und verdrängt mich auf Platz 5. Ich versuche dranzubleiben, aber ich habe keine Chance. Die Entscheidung auf einen neuen, nicht angefahrenen Hinterreifen zu wechseln, rächt sich jetzt. Ich bin nur am Rutschen und ich muss das Feld vor mir ziehen lassen. Fast wäre ich schon gestürzt. Jetzt heißt es taktieren und einen kühlen Kopf behalten. In den nächsten zwei Runden baute der Reifen seinen vollen Grip auf und ich konnte wieder pushen. Innerhalb von einer Runde klebte ich wieder Jaden Immanuel +91 am Hinterrad. Eigentlich konnte ich schneller als er fahren, kam aber einfach nicht an ihm vorbei. Seinen Gewichtsvorteil konnte er in jeder Kurve voll ausspielen und zog mir so an jedem Kurvenausgang davon. 6 Runden lang versuchte ich alles um rechts oder links an ihm vorbeizukommen. Es klappte nicht. Ich wollte unbedingt vorbei, aber es musste fair bleiben und weder er noch ich sollten stürzen. In der langgezogenen Rechtskurve (Kurve 5) merkte ich, dass er nicht so viel Gas geben konnte wie ich. Ich nutzte meine Chance und nahm die äußere, längere Linie und war in der nächsten Linkskurve eine halbe Vorderreifenlänge vor ihm und konnte so als erster in die Kurve einbiegen. Es war ein hartes, aber faires Manöver. Endlich war ich an ihm vorbei und konnte ihn Runde um Runde hinter mir lassen. Was für eine harte Nuss, die ich da knacken musste. Leider war jetzt der Abstand nach vorne zu groß, um tatsächlich noch um den dritten Platz mit Jason Rudolph #93 kämpfen zu können. Zumindest konnte ich immer weiter auf ihn aufschließen und kam überglücklich auf Platz 4 ins Ziel.

 

2. Rennen, 17:00 Uhr

Das zweite Rennen sollte bitte besser als das Erste laufen. Ich darf auf keinen Fall den Start verpatzen. Wir reihten uns also wieder in der Startaufstellung ein. Doch Ole Säuberlich #5 auf Startplatz 1, kam zu Fuß ins Starting Grid. Ihm war die Steuerkette gerissen und konnte deshalb nicht starten. Sein Platz blieb leer. Das war für mich eigentlich die sichere Chance aufs Podium zu fahren. Die rote Ampel ging aus und ich legte einen perfekten Start hin und bog auf Platz 2 in die erste Kurve ein. Doch Jason Rudolph #93 konterte schon in Kurve 6 wieder. Ich habe da etwas gepennt. Mist. Aber immerhin war ich noch auf Platz 3. Der Abstand nach hinten auf Jaden Immanuel #91 und Romain Even # 14 wurde Runde um Runde immer größer. Ich nahm die Verfolgung von Jason Rudolph #93 auf und klebte bis zum Schluss an seinem Hinterrad. Wir waren beide gleich stark. Aber mein Visier beschlug die ganze Zeit und ich hatte keine klare Sicht mehr, was mich doch stark behinderte. Mit einer Zeit von 0:59.501 fuhr ich nicht nur meine persönliche Bestzeit, sondern war auch um 0:00.190 Sekunden schneller als Jason #93 auf Platz 2. Zur Bestzeit von Fillin Lorenz #41 auf Platz 1 fehlten mir nur 0:00.298 Sekunden. In meinem letzten Rennen bin ich tatsächlich aufs Podium gefahren. Platz 3. Ich bin so, so, so glücklich.

 

 

Fazit

Was für eine aufregende Saison…

Armbruch in Rechnitz, dadurch 4 Rennen ohne Punkte, kein Training während des Sommers. Doch ich habe gezeigt, wenn es drauf ankommt, was ich leisten kann. Ich liebe es Motorrad zu fahren und kann mir nichts Schöneres vorstellen. Zum Schluss konnte ich mir noch das beste Geschenk mit meinem ersten Podiumsplatz selbst machen. Vielen, vielen Dank an alle meine Freunde auf der Strecke. Es war schön mit euch und gegen euch zu fahren. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder. Auch an meine Förderer ein herzliches Dankeschön. Auch als die Saison nicht so lief wie geplant, habt ihr mich weiter unterstützt.

 

Euer Lukas #47

 

- Apex Bikes GmbH 

- MCR – Marmor Center Römhild

- Wilhelm Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH

- New Skin – Custom Leathers

- Jell – KFZ-Werkstatt und Wohnmobil-Vermietung

- Automobile Hipp – KFZ Meisterwerkstatt

- 4SR – For Street Racing

- Diopati – Die Bärenpranke

- ADAC Südbayern

- Fit2Ride-Motorradtraining

- Ala Karting Circuit

- mjp – mark jentsch projects

- nwf-consulting – Financial Management

- AMC Bad Aibling e.V.

9+10. Rennen

Slovakia Ring 30.08.2025

  

Aufgrund der zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten am Freitag, zusammen mit dem APC-Austrian Pitbike Cup, sind wir schon am Donnerstagabend an den Slovakia Ring angereist.

 

Allerdings mussten wir erst mal meine 190 ccm Ohvale wieder zum Laufen bringen, denn die komplette Zündspüle inkl. Polrad hatten sich während eines Trainingslauf verabschiedet. Doch durch die gute Ersatzteilversorgung der Fa. RST Auinger lagen die Teile schon vor Ort bereit und mussten nur noch schnell eingebaut werden. Danach lief die Maschine wieder einwandfrei.

 

Danach haben wir erst mal unser Teamzelt und das ganze restliche Equipment ausgeladen und aufgebaut, damit wir am Freitag ohne Stress gleich in den Tag starten können.

 
 

Freitag, 29.08.2025

Für mich ist der Slovakia Ring eine neue Strecke, obwohl dieser schon im Juli mit auf der Agenda stand. Aber wegen meiner Verletzung musste ich das Rennwochenende damals ja leider aussetzen und konnte hier keine Erfahrungen sammeln.

 

Für den ganzen Tag waren zahlreiche Trainingseinheiten angesetzt, was mir doch die Möglichkeit bieten sollte, mich an das Streckenlayout für die Rennen in der MiniGP zu gewöhnen.

 

Im ersten Turn hatte ich gar kein Gefühl für meine GP2, denn ich hatte zwischenzeitlich schon die Möglichkeit auf einem größeren Bike zu trainieren. Die Ohvale ist dann doch deutlich kleiner. Aber meine Trainingszeit war trotzdem für den ersten Turn gar nicht so schlecht.

 

Für den zweiten Turn haben wir noch mal die Übersetzung, das Fahrwerk und die Geometrie am Bike etwas verändert. Vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung an Patrick und Franz Faderl. Danach kam ich deutlich besser zurecht und die Rundenzeiten fielen von Turn zu Turn.

 

Am Nachmittag war noch ein 100 Runden Rennen angesetzt. Den schnellsten Fahrern, zudem ich auch gehörte, wurden zur Teambildung noch 2 weitere Fahrer aus dem APC und der MiniGP zugelost. Vorgabe war noch, dass jedes Team 4x den Fahrer wechseln muss. Als schnellster Fahrer des Teams, sollte ich dann auch als erster starten.

 

Am Start kam ich sehr gut weg. Ich konnte mich gleich auf Platz 4 setzen. Jetzt bloß nicht das Bike wegschmeißen, dachte ich mir. Zuvor hatten wir noch vereinbart, dass ich 25 Runden draußen bleibe und dann in die Box komme. Doch Runde um Runde merkte ich, dass das Bike immer mehr an Leistung verlor. Es fing auch komisch an zu rasseln, aber ich bin trotzdem weitergefahren. Doch in Runde 11 fingen die Zuschauer und andere Fahrer an mir Zeichen zum Anhalten zu geben. In Runde 12 stellte ich das Bike dann auf der Strecke ab. Da musste ich mit Schrecken feststellen, dass der ganze Bugspoiler voll mit Öl war. Das hätte böse ausgehen können. Nach dem Rennen erfuhr ich dann, dass das Bike erst leicht und dann immer mehr weißen Rauch hinter sich herzog. Mein Vater sprintete zur mir über die Strecke, um den Transponder zu holen. Der musste ja an das andere Bike, damit der Rest des Teams weiterfahren konnte. Das hat uns ziemlich viel Zeit gekostet. Aber am Ende konnten die beiden anderen das Team noch auf den 10. Platz fahren.

 

Nach dem Rennen haben wir festgestellt, dass die Zylinderkopfdichtung defekt war. Da lief das ganze Öl raus. Zum Glück lief der Motor noch, also kein kapitaler Motorschaden. Aber was hieß das nun für die MiniGP Rennen am Wochenende. Wieder ein Ausfall? Kein Start. Ich hätte heulen können. Doch Gustl und Bernhard Auinger nahmen sich dem Bike an und starteten gleich mit der Reparatur. Wie sich rausstellte war ein ausgerissener Stehbolzen am Zylinder für das Problem verantwortlich. Die Kontermutter und die Unterlegscheibe lagen schon lose im Zylinderkopfdeckel, was das Rasseln erklärte.

 

Am Abend war das Bike, dank des Teams von RST Auinger, wieder flott und einer Teilnahme am MiniGP Event stand nichts mehr im Wege. Glück im Unglück.

 

 

Samstag, 30.09.2025

Die Nacht an sich war eigentlich okay. Wir hatten nur ein paar blöde Mücken im Auto, die uns ein bisschen den Schlaf geraubt haben.

 

Für heute waren zwei freie Trainings und zwei Qualifying Läufe angesetzt. Weniger als sonst. Ich kann vom Glück reden, dass ich den ganzen Freitag fahren konnte. Mit dem Training von gestern und den Einheiten von heute, sollte es ausreichen, um eine gute Platzierung einzufahren.

 

1. freies Training

Das erste freie Training ließ ich etwas langsamer angehen, einfach um zu schauen, wie sich die anderen Fahrer heute positionieren. Trotz des gedrosselten Tempos musste ich feststellen, dass ich gar nicht so schlecht war. Meine schnellste Zeit war eine 1:01.036. Ich spürte aber, dass ich sicher 1 Sekunde schneller fahren kann. Doch wir haben massive Probleme mit den Reifen. In dieser Saison reißen die Pirelli Slick am Hinterrad sehr schnell auf. Die Haftung ist weiter ok, aber der Verscheiß ist enorm.

 

2. freies Training

Hab mich sehr gut gefühlt, obwohl der Hinterreifen immer weiter aufreißt. Am Anfang konnte ich mich lange auf dem vierten Platz halten. Zusammen mit Patrick Faderl #98 haben wir Runde um Runde, Rad an Rad abgespult. Das hat mir sehr geholfen. Wurde immer weiter durchgereicht. Trotzdem konnte ich meine Zeit noch mal auf 1:00.336 verbessern. Wäre damit in der Startaufstellung auf Platz 7 gewesen. Auf Platz 1 fehlt nur 1 Sekunde... Schauen wir mal, wie das erste Qualifying läuft.

 

1. Qualifying 

Das erste Qualifying verlief eigentlich wie das zweite freie Training. Ich konnte meine Zeit noch mal auf eine 1:00.237 drücken. Eigentlich war mein Ziel aber unter 1 Minute zu kommen. Leider nicht geschafft. Und in der letzten Runde wurde ich dann noch von Platz 7 auf Platz 8 in der Startaufstellung verdrängt.

  

2. Qualifying

Das zweite Qualifying habe ich aufgrund einsetzendem Regen ausfallen lassen. Die anderen Fahrer stürzten reihenweise, auch mit Regenreifen. Die Strecke ist bekannt, dass sie im Nassen sehr rutschig ist. Nach meinem Armbruch wollte ich einfach für die letzten beiden Rennen am Sonntag nichts riskieren. Natürlich musste ich mit den Konsequenzen leben. Es hieß für mich Startplatz 13 im zweiten Rennen.

 

Sonntag, 31.09.2025

Es hat den ganzen Abend und die ganze Nacht durch wie aus Eimern geschüttet. Am Morgen stand dann das Wasser in einigen Kurven auf der Strecke bis zu 30 cm hoch. Die Feuerwehr musste anrücken, um das Wasser abzupumpen. Doch es regnete immer wieder. Es war nicht klar, ob die Rennen überhaupt gestartet werden können. Wir hatten tatsächlich schon alles zur Abfahrt gepackt, doch dann kam auf einmal die Sonne durch die Wolken und es trocknete immer mehr ab. Also haben wir kurzfristig das Bike wieder ausgepackt.

 

WarmUp

Das WarmUP fand noch mit Regenreifen statt. Die Streckenverhältnisse waren sehr grenzwertig.

Aber zum langsamen Aufwärmen und um in den Tag zu starten, war es ok.

 

1. Rennen

Den Start habe ich echt verpatzt. Ich fiel 2 Plätze zurück. Hinter Mark Mohai #13 und Lukas Schuller #11. Wir bildeten eine Dreiergruppe. Wir fuhren Rad an Rad. Mark setzte immer wieder bei Lukas zum Überholen an, kam aber einfach nicht vorbei. Und ich kam an Mark Mohai # 13 nicht vorbei. Wir hätten uns fast in jeder Kurve gegenseitig abgeräumt. Zudem war meine Linienwahl zum Überholen und auch der Speed aus der Kurve nicht optimal. Doch dann machte Lukas Schuller #11 einen Fehler und Mark und ich konnten an ihm vorbeifahren. Ich versuchte weiter an Mark Mohai #13 vorbeizukommen. Hätte es auch fast geschafft, aber da war das Rennen schon zu Ende. So blieb mir nur der 9 Platz.

 

2. Rennen

Im zweiten Rennen musste ich ja eigentlich vom 13ten Startplatz losfahren. Doch Lucas Wogowitsch # 72 bekam sein Bike nicht zum Laufen und musste aus der Boxengasse hinter mir ins Rennen gehen. Diesmal bin ich etwas besser weggekommen und konnte mir gleich in der ersten Kurve Adrian Luckensteiner #78 schnappen. Und in Kurve 4 war Dominik Kirchgatterer #20 dran. In der zweiten Runde lief ich dann auf fünf Fahrer auf. Lukas Schuller #11, Julian Schönberger #6, Adam Levansky # 22, Patrick Faderl #98 und Mark Mohai #13.

 

Dieses Mal versuchte ich, was wir im Team nach dem 1ten Rennen besprochen hatten, auch konsequent umzusetzen. Am Kurvenausgang mehr Speed mitzunehmen, früher ans Gas zu gehen und meine Linie deutlich besser zu wählen. Und es funktionierte.

 

In der nächsten Runde konnte ich direkt bei Lukas Schuller #11reinstechen. Dann kam Julian Schönberger #6 und Adam Levansky #22 dran. Hier dauerte es zwar etwas länger, aber dann war ich auch an ihnen vorbei. Dann war ich an Patrick und Mark dran. Ich konnte mich mehrfach neben Patrick Faderl #98 setzen, kam auch einmal vorbei, doch er konterte gleich wieder. Dann überholte Patrick in Kurve 5 Mark Mohai #13. Jetzt nahm ich mir Mark ins Visier. Setzte auch in Kurve 5 zum Überholen an, aber es funktionierte nicht. Ich war so nah dran, aber dann war auch das zweite Rennen zu Ende. Es lief aber deutlich besser als in Rennen 1. Bin vom Startplatz 13 ins Rennen gegangen und kam als 7ter durchs Ziel. Sicher hätte heute in beiden Rennen mehr drin sein können. Aber ich bin zufrieden.



Fazit

Das Wochenende hat mir irrsinnig viel Spaß gemacht. Und ich bin so froh, dass sich das Wetter noch mal gedreht hat und ich die beiden, letzten Rennen der Saison 2025 fahren konnte. Ich habe wieder viel dazu gelernt, auch das Motorsport immer etwas mit Glück zu tun hat.

 

Die gesamte Saison war für mich aufgrund meiner Verletzung in Rechnitz sehr schwierig. 4 Rennen ohne Punkte und keine bzw. kaum Trainingsmöglichkeiten über das Jahr. Für Platz 9 und Platz 7 gab es 8 und 10 Punkte. Damit konnte ich mich dieses Jahr noch auf den 10ten Gesamtrang retten.

 

Meine Pace ist zwar sehr gut, aber zur Spitze hat es aufgrund der widrigen Umstände leider nicht gereicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich mit dem richtigen Support und einem regelmäßigen Training sehr schnell auch um die vorderen Plätze hätte kämpfen können. Körperlich habe ich auch einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Meine Fitness konnte ich neben der Strecke immer weiter verbessern. Ein komplettes Rennen ist mittlerweile für mich gut zu handeln, nicht mehr anstrengend und ich kann mit meiner Kraft und Konzentration gut Haus halten.

 

Trotzdem möchte ich sagen, dass mir die Saison viel Spaß gemacht hat und ich mich auf die Dinge freue, die da kommen werden.

 

Und ich möchte mich nochmals an dieser Stelle bei all meinen Unterstützen, Sponsoren, meinen Freunden, meiner Familie und vor allem bei meinem Vater ganz herzlich bedanken, die es mir ermöglicht haben, diesen Sport auszuüben und meinen Traum zu leben. Vielen, vielen Dank.

 

Euer Lukas #47

 

- Apex Bikes GmbH 

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7+8. Rennen

RedBull Ring 03.08.2025

 

Freitag, 01.08.2025

Es ist Freitagabend und es regnet wie aus Kübeln. Wir haben uns gerade auf dem Weg von München an den RedBull Ring gemacht. Wiedererwartend ist trotz Ferienbeginn kaum Verkehr auf den Straßen. Um kurz vor 23.00 Uhr waren wir dann im Fahrerlager. Haben noch alles aufgebaut und die Regenreifen aufgezogen, denn morgen soll es den ganzen Tag schütten.

 

 

Samstag, 02.08.2025

Seit meinem Sturz in Rechnitz sind jetzt fast 7 Wochen vergangen. Das Rennen am Slovakia Ring musste ich deswegen auch ausfallen lassen. Das bedeutet für mich 4 Rennen ohne Punkte. Die Saison ist damit gelaufen. Ich kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

 

1. freies Training

Laut Wetterbericht sollte es eigentlich ab 8.00 Uhr regnen, doch es ist trocken. Also schnell wieder auf Slicks gewechselt. Für das erste Rollout nach der langen Pause lief es nicht schlecht. Eine 1:05.960 stand auf der Uhr. Doch bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg.

 

2. freies Training

Langsam finde ich mich wieder zurecht. Konnte meine Zeit auf eine 1:05.161 drücken. Aber das reicht immer noch nicht. Zudem haben wir auch noch festgestellt, dass eine Ölleitung zum Kühler ein Leck hat. Scheint noch eine Folge vom Sturz in Rechnitz zu sein. Die musste auch noch getauscht werden.

 

3. freies Training

Grade noch mit der Reparatur fertig geworden. Aber deswegen mit kalten Reifen raus. Die Zeiten werden nicht besser. Scheint, dass mir der Sturz in Rechnitz noch nachhängt. Egal...einfach durch und weiter. Üben, üben, üben. Meine Bestzeit konnte ich noch etwas drücken auf eine 1:05.059.

 

1. offizielles Training

Direkt nach der Mittagspause fing es dann an zu Regnen. Also noch schnell vor dem Turn die Regenreifen aufgezogen. Die Piste ist sehr rutschig. Beinahe in jeder Kurve lag ein Fahrer. Mit einer 1:20.943 war ich nicht der Schnellste, aber ich bin wenigstens nicht gestürzt. Die Wetterbedingungen sind katastrophal. Am Horizont wird es schon wieder hell. Ob aber die Strecke bis zum nächsten Turn abtrocknet, ist fraglich.

 

2. offizielles Training

Es lief etwas besser. Aber das Vertrauen ist einfach nach der langen Abstinenz nicht da. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen und die Strecke trocknet langsam ab. Aber es ist trotzdem noch sehr rutschig. Keine wirklich guten Voraussetzungen. Ständig stürzte ein Fahrer und die Motorräder lagen auf der Strecke.

 

1. Qualifying

Die Strecke war größtenteils trocken, nur vereinzelt gab es noch nasse Stellen. Wir haben aber wie die meisten auf Regenreifen gesetzt, da laut Wettervorhersage wieder eine schlecht Wetterfront angekündigt war. Im Nachhinein wären aber Slicks doch die bessere Wahl gewesen. Nur Yevsevii Kovalov #9 hat gepokert und war mit Slicks draußen. Er fuhr mit deutlichem Abstand auch die schnellste Zeit. Erst nach dem Ende des ersten Qualifyings fing es dann wieder richtig an zu regnen. Mit meiner Zeit von 1:09.739 stehe ich im ersten Rennen auf dem 11ten Startplatz.

 

2. Qualifying

Das zweite Qualifying musste aufgrund heftiger Regenfälle ausfallen. Damit gilt die rausgefahrene Platzierung für beide Rennen.

 

 

Sonntag, 03.08.2025

Die Nacht war so lala. Ich habe schlecht geschlafen, weil ich mich so furchtbar fühle. Ich kann einfach nicht verstehen, warum ich nicht mehr an meine Performance vom letzten Mal anschließen kann. Das macht mich völlig fertig. Zudem war am Freitag noch eine freier Trainingstag angesetzt, an dem ich leider auch nicht teilnehmen konnte. Vielleicht wäre es dann besser gelaufen. Ich hoffe für heute, dass das Wetter stabiler ist. Laut Wetterbericht soll es ja heute nicht regnen. Die Strecke ist auch schon fast trocken. Sie hat nur noch ein paar wenige, nasse Stellen.

 

WarmUp

Wir haben zum WarmUp noch mal kurzfristig eine etwas längere Übersetzung gewählt. Wie beim ersten Event am RedBull Ring. Die Rundenzeiten waren zwar besser als gestern, aber ich bin noch nicht richtig damit klar gekommen... Hoffe im Rennen läuft es dann besser. Eine 1:05.389 war meine Bestzeit.

 

1. Rennen

Das erste Rennen lief leider auch nicht optimal. Ich kann den Speed der anderen einfach nicht mitgehen. Der Abstand wurde immer größer. Ab der 3ten Runde bin ich dann mein eigenes Rennen gefahren. Zumindest konnte ich mit einem deutlichen Abstand noch Adrian Luckensteiner #78 hinter mir halten. Aber es war damit leider nur Platz 11. Persönliche Bestzeit war eine 1:04.448. Fast ne Sekunde schneller als im Warm Up. Immerhin.

 

2. Rennen

Das zweite Rennen war im Allgemeinen deutlich spannender als der erste Lauf. Am Start konnte ich 3 Plätze gut machen. Konnte diese aber nicht lange halten und wurde schnell wieder auf den 11 Platz durchgereicht und fuhr wie im ersten, ein einsames Rennen. Yevsevii Kovalov #9 war an diesem Wochenende verdammt stark und dominierte auch im zweiten Rennen. Doch der Druck war höher und das führte dazu, das er ebenfalls in der dritten Runde, zwei Kurven vor Start/Ziel stürzte. Doch er konnte das Rennen wieder aufnehmen und startete eine wahnsinnige Aufholjagd von Platz 7 aus. Runde um Runde kämpfte er sich wieder nach vorne und war in der letzten Runde schon auf Platz 3. In der letzten Kurve vor Start/Ziel kam es dann aber zu einem weiteren Zusammenstoß mit Ole Säuberlich #5, der hart um seinen zweiten Platz kämpfte. Ole Säuberlich #5 stürzte dabei, Yevsevii Kovalov #9 konnte sich auf dem Motorrad halten und weiterfahren und kam nach Patrick Faderl #98, der dadurch Platz 2 erbte, doch noch als Dritter in Ziel. Ein sehr spannendes Rennen. Durch den Sturz von Ole Säuberlich #5 kam ich noch als 10ter, mit meiner absoluten Wochenendbestzeit von 1:04.053 ins Ziel.

 

 

Fazit

Die Saison läuft alles andere als gut. Statt nach vorne, geht es für mich seit Rechnitz nur rückwärts. Ich war um genau 1 Sekunde, zu meiner persönlichen Bestzeit am RedBull Ring, langsamer. Eigentlich wollte ich dieses Jahr um einen Platz im vorderen Mittelfeld kämpfen. Es tut mir leid um alle meine Sponsoren/Unterstützer und die, die an mich geglaubt und mir die Daumen gedrückt haben. Vor dem letzten Rennwochenende am Slovakia-Ring (31.08.2025) werden wir noch mal eine paar Trainingsläufe absolvieren. Hoffe, dass ich damit wieder zu meiner alten Stärke zurückfinde und die Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen kann.

 

 

Vielen Dank an meine Unterstützer.

 

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5+6. Rennen 

Slovakia Ring 06.07.2025 

 

Aufgrund meiner Verletzung konnte ich am Slovakiaring nicht an den Start gehen.

 

 


3+4. Rennen 

Speedarena Rechnitz 15.06.2025 

 

Freitag, 13.06.2025 

Wir sind am Freitagnachmittag losgefahren und kamen etwa gegen 22.00 Uhr in der Speedarena Rechnitz an. Die Fahrt verlief ohne Probleme. Wir hatten keinen Stau, allgemein war wenig Verkehr. Das Wetter war klasse, sonnig und warm, als wir München verlassen haben. Das wird bestimmt ein großartiges Wochenende, denn Rechnitz ist eine meiner favorisierten Strecken. Ich mag das Layout. Nachdem letztes Jahr das Rennen wegen Sturm und Regen ausgefallen ist, hoffe ich, dass es in 2025 besser läuft. Wie immer haben wir abends noch alles aufgebaut und waren dann so um 23.30 Uhr im Bett. 

 

 

Samstag, 14.06.2025 

Wir sind kurz nach 7 Uhr aufgestanden. Die Sonne steht schon hoch am Himmel. Klasse Wetter. Genau wie gestern. Sonnig, warm, aber nicht zu heiß. Jetzt geht es noch zur technischen Abnahme. Die administrative Abnahme wird diesmal an jedem Zelt einzeln gemacht. Danach ist freies Fahren angesagt. 

 

1. freies Training 

Es lief soweit ganz gut. Fühlte mich am Anfang aber nicht so wohl. Kam dann aber immer besser in Fahrt und konnte das erste Training mit einer 0:56.25 abschließen. 

 

2. freies Training 

Das zweites freie Training war richtig gut. Ich konnte mich über eine Sekunde zu meiner Zeit aus der ersten Trainingssession verbessern. Auf der Uhr stand eine 0:54.64. Die Linie war ziemlich perfekt. Fühlte sich safe an. Mittlerweile versuche ich meine Linie auch zu variieren, um im Rennen gut vorbereitet zu sein. Die Übersetzung scheint auch zu passen und die Reifen haben ein gutes Laufbild. Jetzt noch etwas mehr Speed und den Bremspunkt verschieben, dann bin ich zufrieden. 

 

3. freies Training 

Konstant langsam gegroovt. Mit den anderen etwas gespielt. Konnte die ganze Zeit locker tiefe 55er Runden fahren. 

 

1. offizielles Training 

Die Temperaturen sind gestiegen und nicht nur bei mir ist die Luft etwas raus. Unter 55ig Sekunden ist nichts drin. Auch meine Linie passt nicht mehr so perfekt wie am Vormittag. Das Training beende ich auf Platz 8 mit einer 0:55.077. Hätte besser sein können. Der Hinterreifen reißt auf der rechten Flanke auf. Aber damit haben alle zu kämpfen. Wir werden noch mal den Luftdruck anpassen. 

 

2. offizielles Training 

Training ausgelassen, um Kraft für die Qualifyings zu haben. 

 

1. Qualifying 

Die Temperaturen sind gottseidank etwas gesunken. Konnte meine Bestzeit aus den freien Trainings noch etwas drücken, auf eine 0:54.555. Somit starte ich im ersten Rennen von Platz 8. Die Bestzeit allerdings liegt bei einer 0:53.173. Ich hoffe, dass ich im Q2 vielleicht die 0:53er Marke auch noch knacken kann... 

 

2. Qualifying 

Durch eine Zeitplanverschiebung fand das 2te Qualifying schon 15 min. nach dem ersten Qualifying statt. Das zweite offizielle Training der 110er Klasse wurde gestrichen. Man merkte allen Fahrern an, dass die Luft raus war. Trotzdem konnte ich mir auch für das zweite Rennen den 8ten Startplatz sichern. Bis zur letzten gezeiteten Runde war ich sogar noch auf Platz 7. Schöner Mist. Den Platz hätte ich gerne behalten. Aber die 8te Position ist trotzdem in der Startaufstellung kein schlechter Startplatz. Meine beste Zeit war mit einer 0:54.751 nur zwei Zehntel langsamer als meine Bestzeit aus dem Q1. 

 

 

Sonntag, 15.06.2025 

 

WarmUp 

Das WarmUp lief sehr gut. Wir haben extra auch noch einen neuen Hinterreifen aufgezogen. Die Temperaturen waren wie gestern und ich fühlte mich richtig gut und motiviert, auch wenn die Nacht etwas unruhig war. Das WarmUp konnte ich mit einer Zeit von 0:54.805 abschließen. 

 

1. Rennen 

Endlich ist es soweit. Das erste Rennen steht auf dem Plan. Darauf habe ich mich die ganze Zeit schon gefreut. Von der WarmUp Lap kommend, rolle ich auf meinen Startplatz. Ich stehe in der 3ten Reihe in der Mitte. Die rote Ampel geht aus. Der Start war wieder mal perfekt und ich kann sofort auf Platz 6 vorfahren. Vor mir fährt Patrick Faderl #98. Ich merke, dass ich mehr puschen kann als er. Sein Hinterrad scheint noch weniger Grip als meins zu haben. Ich komme aber noch nicht an ihm vorbei. Bis Runde 7 kann ich meinen Platz verteidigen, doch dann kommt Zalán Kalmár #24, der keinen guten Start hatte, aber eigentlich schneller ist als ich und überholt mich und dann auch gleich Patrick Faderl #98. Wir müssen ihn ziehen lassen. Ádám Levánsky #22 hat bereits auch immer weiter aufgeholt und sitzt mir im Nacken. Bis zur Runde 10 geht alles gut. Dann laufen wir auf die zu überrundende Refia Sariay #6 in der langen und schnellen Rechts auf. Kurz nachdem wir sie überholt haben, passiert das große Missgeschick. Mein Hinterreifen rutscht weg und fängt sich dann wieder. Ich werde durch einen klassischen Highsider vom Motorrad katapultiert und finde mich links neben der Strecke im Kiesbett wieder. Patrick Faderl #98 und Ádám Levánsky #22 ziehen rechts an mir vorbei. Refia Sariay #6 kann nicht mehr ausweichen und fährt in mein Motorrad, was auf der Strecke liegen geblieben ist und kommt auch zu Sturz. Für uns beide ist das Rennen zu Ende. Ich kann aber noch selbstständig in die Box fahren. Mein rechtes Handgelenk tut etwas weh, aber sonst geht es mir gut. Mein Motorrad hat ebenfalls etwas abbekommen. Ja, sehr schade. Das hatte ich mir so nicht träumen lassen. Bis dahin fühlte sich alles so gut an. Wenigstens konnte ich meine Zeit auf eine 0:53.870 drücken. Nach dem Rennen waren wir dann noch beim Streckenarzt. Er meinte, dass das Hanggelenk/der Arm geprellt sein, stellte aber einen Start im zweiten Rennen nicht in Abrede. Hoffe das ich starten kann… so ein Pech. 

 

2. Rennen 

Ich fühle mich gut, obwohl ich Schmerzen in der Hand hatte. Aber ich wollte es unbedingt probieren und habe mich in der Startaufstellung wieder auf Platz 8 eingereiht. Die WarmUp Lap ging noch ganz gut. Aber nach dem Start musste ich mir eingestehen, dass es nicht geht. Ich konnte die Vorderradbremse nicht mehr richtig ziehen. Leider crashten in der ersten Runde, in Kurve 4, auch noch Ádám Levánzky #22 und Patrick Faderl #98. Für beide Fahrer und mich war das Rennen damit bereits in der ersten Runde schon wieder zu Ende. Zweites Rennen ebenfalls ein Ausfall. Sehr schade. 

 

 

Fazit 

Am Montag war ich noch mal beim Arzt. Die Speiche im rechten Arm ist doch gebrochen. Ein sog. Grünholzbruch. Deshalb werde ich auch die nächsten beiden Rennen am Slovakiaring wohl verpassen, was mich in der Gesamtwertung noch weiter zurückwerfen wird. Durch meinen Crash und die zwei nicht platzierten Rennen, bin ich in der Gesamtwertung von Platz 6 auf Platz 10 abgerutscht. Ich hatte so gute Chancen, mich weiter nach vorne zu fahren. Aber hätte, wäre, wenn… es sollte leider nicht sein. Gottseidank bin ich nicht schwerer verletzt und mein Motorrad ließ sich auch wieder reparieren. Aber ich hoffe, dass ich Anfang August am RedBull Ring wieder dabei sein kann. 

 

 

Vielen Dank an meine Unterstützer. 

Wünscht mir gute Besserung und eine schnelle Genesung. 

 

- Apex Bikes GmbH 

- MCR – Marmor Center Römhild 

- Wilhelm Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH 

- New Skin – Custom Leathers 

- Jell – KFZ-Werkstatt und Wohnmobil-Vermietung 

- Automobile Hipp – KFZ Meisterwerkstatt 

- 4SR – For Street Racing 

- Diopati – Die Bärenpranke 

- ADAC Südbayern 

- Fit2Ride-Motorradtraining 

- Ala Karting Circuit 

- mjp – mark jentsch projects 

- nwf-consulting – Financial Management 

- AMC Bad Aibling e.V. 


1+2. Rennen

RedBull Ring 18.05.2024

 

Samstag, 17.05.2025

Die Wetterbedingungen sind ok. Die Strecke ist trocken. Der Himmel ist bewölkt und es ist etwas windig. Laut Wettervorhersage soll die Temperatur nicht über 14° klettern. Momentan ist es aber mit 6° noch saukalt. Nicht die besten, aber auch nicht die schlechtesten Voraussetzungen.

 

Nach der administrativen und technischen Abnahme stand dann das erste freie Training um 8.40 Uhr für die 190ccm Klasse auf dem Plan.

 

1. Freies Training

Das erste freie Training verlief für mich nicht wirklich optimal. Leider konnte ich in den vier Wochen vom ersten Rollout in der Saison bis zum heutigen Termin nicht mehr Trainieren. Auch am gestrigen außerplanmäßigen angesetzten Zusatztraining konnte ich nicht teilnehmen. Dadurch hatten die anderen Starter doch einen kleinen Vorteil. Das erste Training beendete ich mit einer Zeit von 01:08.285 und einem kleinen Ausrutscher, bei dem aber nicht wirklich was passiert ist. Das Feld vor mir fuhr gut 4 Sekunden pro Runde schneller. 

 

2. bis 6. Freies Training

Was soll ich sagen, es war nicht mein Tag. Es passte irgendwie gar nichts. Wir haben mehrfach die Übersetzung gewechselt, das Fahrwerk angepasst, einen neuen Hinterreifen aufgezogen und auch mit dem Luftdruck gespielt. Ich hatte kein Gefühl für die Strecke, ständig Chattering am Vorderrad. Es wurde zwar etwas besser und ich konnte den Abstand zur Spitze auf 3 Sekunden reduzieren, aber zufrieden war ich nicht. Ich fühlte mich nicht wohl. Ich war in den Kurvenkombinationen so langsam, konnte das Motorrad nicht richtig umlegen, dass die anderen mir fast ins Heck gefahren wären. Meine Bestzeit konnte ich auf eine 1:04:723 verbessern.

 

1 + 2. Qualifying

Auch in den beiden Qualifyings lief es nicht besser… Musste das gesamte Feld an mir vorbeiziehen lassen und kam am Ende des Q1 nur auf den vorletzten Platz. Das zweite Qualifying schloss ich auf Platz 12 ab, als Vorvorletzter. Auch die Rundenzeiten haben sich nicht wirklich verbessert. Ich war am Boden zerstört. Am liebsten wäre ich abgereist. Aber aufgeben ist keine Option. Ich hoffe, dass es morgen besser läuft. Meine beste Zeit war eine 1:04.496.

 

 

Sonntag, 18.05.2025

Heute Nacht war es wieder ziemlich kalt. Es hatte auch geregnet, aber die Strecke ist jetzt um 7.00 Uhr bereits wieder trocken. Es soll heute etwas wärmer werden als gestern. Leider habe ich nicht besonders gut geschlafen. Schauen wir mal, was der Tag so bringt.

 

Warm Up

Zum Warm Up haben wir noch mal einen neuen Vorderreifen aufgezogen. Tatsächlich fühlte sich das Bike danach stabiler an und ich konnte somit auch wieder mehr Vertrauen fürs Bike gewinnen. Ich konnte direkt an meine Bestzeit von gestern anknüpfen und diese sogar noch mal auf eine1:04.444 verbessern. Da ist doch ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu sehen…

 

1. Rennen

Um 10.35 Uhr ging es dann zur Startaufstellung, auf Platz 13. Der Start lief wie immer optimal. Konnte gleich ein paar Plätze gut machen und war vor der ersten Kurve auf Platz 10. In der ersten Kurve stürzte dann leider Zalán Kalmár #24. Ich musste eine weite Linie nehmen, konnte aber mein Rennen fortsetzen. Da ich von ganz hinten gestartet bin, hatte ich keinen Druck, konnte frei fahren und merkte das ich auf einmal richtig pushen konnte. Es gab weitere Ausfälle vor mir, Jason Rudolph #93 und auch Ádam Levánszky #22 fielen aus dem Rennen. Ich war nun auf Platz 8. Vor mir fuhr Julian Schöneberger #6. Ich klebte an seinem Hinterrad. Ende der Start/Ziel Linie drücke ich mich auf der Innenseite an ihm vorbei. Und konnte den Vorsprung Runde pro Runde ausbauen. Auch Patrick Faderl #98 konnte Julian Schöneberger #6 überholen. Er kam immer näher. In der Bergabpassage, in der 2 Kurve vor Start/Ziel rutsche er dann übers Vorderrad weg. Der Abstand nach hinten wurde immer größer. Nach vorne zu Lukas Schuller #11 immer kleiner. Ich kam glücklich auf Platz 7 ins Ziel. (In der Wertung war es Platz 6). Meine schnellste Runde war eine 1:03.252. Ich dachte schon, ich kann es nicht mehr. Allerdings nach vorne auf den ersten Platz, fehlen noch 2 Sekunden. Muss dringend an meiner Sitzposition arbeiten. Rennen 2 kann kommen.

 

2. Rennen

Dieses Mal ging ich von Platz 12 ins Rennen. Der Startplatz ist links außen und im Vergleich zu Platz 13 weniger optimal. 13.50 Uhr. Die Ampel geht aus und ich konnte wieder einen Platz gut machen, in dem ich mir direkt Julian Schönberger #6 schnappe. Ich arbeitete mich weiter auf Platz 9 vor. Der Abstand nach hinten wächst an und die Aufholjagd auf die 2er Gruppe vor mir beginnt. Patrick Faderl #98 und Lukas Schuller #11 sind das Ziel. Schuller #11 kann Faderl #98 überholen. Doch wir machen Druck und Schuller #11 macht einen Fehler. Wir können uns beide vor ihn setzen und vergrößern Runde um Runde den Abstand zu ihm. Ich bin schneller als Patrick Faderl #98 und klebe ihm Runde um Runde am Hinterrad. Kann mich mehrfach neben ihn setzen, komme aber nicht vorbei. Er wird 7ter, ich Achter mit einer großartigen Zeit von 1:03.051... Wieder schneller. Und es fühlte sich sehr gut an. In der Gesamtwertung ist es Platz 7.

 

 

Fazit

Im Rennbetrieb kann ich meine Leistung abrufen. Das muss jetzt auch konstant im Training sein. Irgendwie brauche ich das Gefühl im Rennen… die Jagd auf meine Konkurrenten. Ich freue mich, dass es am Ende doch so gut gelaufen ist. In der Gesamtwertung teile ich mir mit Lukas Schuller #11 Platz 6 von insgesamt 14 gemeldeten Startern. Am 15 Juni steht dann der zweite Termin auf der Kartbahn in Rechnitz im Rennkalender.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Unterstützern, ohne die das Ganze gar nicht möglich ist, ganz herzlich bedanken. Schön, dass ihr an mich glaubt und mir die Chance gebt, mich zu beweisen.

 

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