RENNBERICHTE 2024

2. Rennen in Saalfelden 

16.06.2024

 

Die Anreise am Freitag war dieses Mal nicht besonders aufwendig. Von München hatten wir ca. 150 km, also nur etwas mehr als 2 Stunden Fahrtzeit, was sehr sympathisch war. Deswegen waren wir auch zeitig vor Ort und früh mit den Vorbereitungen für das Rennwochenende fertig. Das Wochenende sollte nach der Vorhersage trocken bleiben. Hoffen wir mal, dass es so eintrifft. Wobei ich gerne mal wieder im Regen fahren würde.

 

 

Samstag, 15.06.2024

Die Nacht war ruhig und wir sind zeitig aufgestanden und haben noch mal alles kontrolliert und fertig für das erste Training gemacht. Die Streckenführung wurde dieses Jahr etwas verkürzt, so das alle Teams an der richtigen Übersetzung arbeiten mussten. Das war zumindest kein Nachteil für uns. Trotzdem ist die Strecke neu für mich. Da haben die anderen Fahre natürlich die Nase vorn.

 

1. Turn

Um 9.00 Uhr ging es dann los. Als Ausgangsbasis starteten wir erst mal mit der Standardübersetzung. Kurz vor dem Training hatten wir auch noch die Lenkerstummel etwas nach innen gedreht. Das, was in Mülsen bei der 190er gut funktioniert hat, ging bei der 160er voll nach hinten los. Die Maschine war dadurch für mich nicht mehr fahrbar. Zuwenig Platz. Die 190er ist einfach größer. Meine schnellste Runde war eine 0:44.705. Platz 10 in der Rangliste. Dafür, dass die Maschine nicht fahrbar war, eigentlich nicht schlecht. Danny Hinkelmann #14 trumpfte gleich mit einer 0:42.085 auf.

 

2. Turn

Wir haben die Lenkerstummel wieder zurückgestellt. Auch die Übersetzung haben wir anpassen müssen. Sie war einfach zu kurz. Wir haben um 3 Zähne am Kettenblatt reduziert. Die anderen Teams waren zum Teil um 1 Zahn kürzer unterwegs. Konnte die Zeit auf eine 0:43.273 drücken (Platz 8). Es hat etwas besser funktioniert, aber die Schaltpunkte passten noch nicht. Die Spitze konnte auch deutlich zulegen.

 

3. Turn

An der Übersetzung haben wir nichts geändert. Die Zeit konnte ich nochmals um eine Sekunde auf 0:42.280 nach unten korrigieren. Es blieb aber bei Platz 8. Die Schaltpunkte waren immer noch nicht optimal.

 

4. Turn

Die Zeit blieb bei einer 0.42.314. Keine Verbesserung. Ich muss früher ans Gas und meine Bremspunkte nach hinten verlegen. Die Spitze ist fast 2 Sekunden schneller und das auf dem kurzen Kurs. Ich versuche mein Bestes.

 

5. Turn

Wir haben die Übersetzung noch mal angepasst. Sind doch noch mal kürzer gegangen. Ich konnte die Zeit auf eine 0:41.984 korrigieren. Die Schaltpunkte sind ok, aber die Bremspunkte liegen immer noch viel zu früh. Ich muss irgendwie in die Nähe von 0:41.000 kommen. Die Jungs auf den Plätzen 5-7 fahren eine 0:41.027 bis 0:41.761. Das muss ich doch hinbekommen.

 

6. Turn

Habe mich jetzt noch mal auf meine Bremspunkte konzentriert. Es ging etwas besser. Wir arbeiten uns mit kleinen, aber konstanten Schritten nach vorne. Ich muss erst noch viele Sachen verstehen, sie mir bewusst machen, damit ich sie umsetzen kann. Es liegt nicht an meinem Können. Schon mal Platz 6 mit 0:41.864 in diesem Turn.

 

7. Turn

Das letzte freie Training vor dem Qualifying habe ich ausgelassen, um mir noch mal die anderen Fahrer auf der Strecke anzusehen. Brems- und Schaltpunkte zu beobachten. Ihre Linie in den Kurven. Das hilft mir immer sehr.

 

1. Qualifying

Es tröpfelte etwas und die Strecke war etwas feucht. Deshalb ging es in den ersten Runden etwas langsamer zu. Nachdem sich aber alle an den Streckenzustand gewöhnt hatten, musste ich meinen zweiten Platz wieder hergeben. Ich konnte mich noch lange auf Platz 4 halten, rutsche dann aber mit einer 0:41.898 auf Platz 7 ab. Grrrr…

 

2. Qualifying

Das zweite Qualifying lief leider nicht viel besser. Es war zwar trocken, aber kälter. Ich konnte mich lange auf Platz 6 halten. Doch dann verlor ich weitere Plätze, denn ich konnte einfach nicht an meine Leistung aus den Trainingseinheiten und dem 1. Qualiyfing anknüpfen. In der letzten Runde wurde ich dann auch noch von Platz 8 auf Platz 9 in der Startaufstellung geschoben. Der Kollege vor mir war um 0:00.02 Sekunden schneller. So ein Mist. Meine beste Zeit war eine 0:42.208.

Hoffe es läuft morgen in den Rennen besser.

 

 

Sonntag, 16.06.2024

Es hat gestern Abend und die ganze Nacht noch wie aus Kübeln geregnet. Doch um 5.00 Uhr war dann endlich Schluss damit. Als wir dann aufgestanden sind, war alles noch nass und kalt. Die Wolken hingen tief über der Strecke im Tal fest. Doch lt. Wettervorhersage sollte es wohl nicht mehr regnen. Wie werden wohl die Streckenbedingungen zum Warm Up sein?

 

Warm Up

Die Strecke war zu nass, um mit Slicks rauszufahren. Deswegen haben wir Regenreifen aufgezogen. Auch wenn es nicht mehr geregnet hat. Aber die Strecke trocknete zu langsam ab. Es lief Anfangs nicht schlecht. Platz 2, doch dann schnell auf Platz 5 abgerutscht. Das Warm Up musste dann auch noch wg. vieler Stürze abgebrochen werden. Es blieben noch 3.19 min. auf der Uhr. Eigentlich wollte ich nicht mehr rausfahren, doch mein Vater meinte, dass jede Trainingsrunde zählt. Denn nach dem Warm Up geht es gleich ins erste Rennen. Bin dann noch mal rausgefahren. Auf Platz 6 abgerutscht. Dann in der letzten Runde die Überraschung. Ich stand mit meiner Zeit von 0:47.682 auf Platz 1. Gottseidank bin ich noch mal rausgefahren. Die Zeiten waren aber deutlich langsamer als im Trockenen. Aber ich war der Schnellste.

 

1. Rennen

Das Rennen wurde als Wet-Race gestartet, da die Strecke an manchen Stellen immer noch nass war. Danny Hinkelmann #14 stürzte leider in der ersten Runde. Konnte die Fahrt aber wieder aufnehmen. Das Feld hatte sich relativ schnell sortiert und ich konnte mich nach und nach immer weiter nach vorne kämpfen. In den letzten Runden konnte ich mich sogar noch an Mark Mohai #13 heranfahren. Dann das Pech. Auf der Gegengeraden vor Start/Ziel schlossen wir auf zu überrundende Fahrer auf. Mark Mohai #13 konnte die Fahrer noch vor der Kurve überholen. Ich musste mich leider hinten anstellen, war aber nach der Kurve auch an allen wieder vorbei. Danach kämpfte ich mich Stück um Stück wieder an Mark heran. Doch obwohl ich etwas schneller war als er, reichte es leider nicht. Ich kam nicht an ihm vorbei. Mein erstes Podest war zum Greifen nah. Ich kam auf Platz 4 ins Ziel. Mein bestes Ergebnis bis jetzt. Bin total happy. Endlich die Top 5 in der MiniGP Austria.

 

2. Rennen

Das zweite Rennen lief ähnlich wie das Erste. Der Start war nicht optimal, trotzdem konnte ich noch in der ersten Kurve nach Start/Ziel einen anderen Fahrer überholen. Ich kämpfte und konnte mich immer weiter an den auf Platz 7 fahrenden Kollegen heranfahren. Zur Halbzeit des Rennes konnte ich ihn dann endlich überholen und die Sicht auf Platz 6 war frei. Es war wie gesagt ähnlich wie im ersten Rennen. Ich machte weiter Druck, doch dann passierte mir ein kleiner Fehler in der letzten Runde. Verschaltete mich und musste ihn ziehen lassen. Schade, aber immerhin Platz 7. Noch 2 Plätze gut gemacht.

 

 

Fazit

Was soll ich sagen, ich bin auch dieses Wochenende mit dem Ergebnis sehr happy. Einen tollen 4ten und 7ten Platz konnte ich einfahren und bin das Wochenende auch wieder sturzfrei geblieben. Konnte wertvolle Punkte in der Gesamtwertung sammeln und stehe nun mit insgesamt 39 Punkten nach 4 Rennen auf Platz 6 von 18 Startern. Nach vorne fehlen mir auf Platz 5 noch 6 Punkte. Der Abstand nach hinten ist nicht so groß. Da sind es nur 3 Punkte. Ich muss weiter pushen…

 

Am 14.07.2024 ist dann das nächste Rennen am Wachauring in Melk wieder in der  MiniGP Austria mit meiner 160 ccm Ohvale. Drückt mir auch da die Daumen.

Gaststart in Mülsen mit einer Ohvale 190 ccm

08.06.2024

 

Laut Wetterbericht sollte es ein trockenes und sonniges Wochenende werden. Ich war schon etwas aufgeregt, denn es ist meine erste Teilnahme als Gaststarter mit einer Ohvale 190 ccm in der MiniGP Germany. Die Trainingsläufe und Rennen am Freitag und Samstag dienen als Vorbereitung für die kommende Saison 2025.

 

Wir machten uns am Donnerstag schon etwas früher als geplant auf den Weg, denn wir mussten noch einen kleinen Umweg zur Fa. Bike Smith nehmen, da wir unbedingt noch Kettenräder für eine passende Übersetzung in Mülsen brauchten. Wie wir kurz vorher erfahren haben, wird die Fa. Bike Smith in Deutschland den Support an der Rennstrecke leider einstellen. Sehr schade. Nach einer kurzweiligen Fahrt kamen wir an der Rennstrecke an und bauten in Ruhe noch alles für Freitag auf.

 

 

Freitag, 07.06.2024

Wie versprochen, lachte schon am Morgen die Sonne vom Himmel. Bevor es aber richtig los gehen konnte, mussten wir noch einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen und die Übersetzung für das erste Rollout anpassen. Leider stehen heute nur 4 Trainingseinheiten auf dem Plan, denn der Zeitplan ist sehr eng. Es trainieren heute insgesamt 4 Klassen. Die Pocket Bikes und danach die 3 Mini Bike Klassen (110ccm/160ccm/190ccm). Um 8.45 ging es dann erst mal zur Fahrerbesprechung.

 

10.20 Uhr - erstes freies Training

Einfach nur genial. Zum ersten Mal mit einer Ohvale 190ccm unterwegs. Ich bin sie bis jetzt nur zum Testen 2-3 Runden in Ala gefahren. Es ist alles noch etwas ungewohnt, aber es macht richtig Spaß. Sie ist ein bisschen länger und hat ca. 8 PS als meine Ohvale mit dem 160ccm Motor. Für den Anfang lief es nicht schlecht. Gleich eine 1:00.29 gefahren.

 

12.15 Uhr - zweites freies Training

Konnte meine Zeit auf eine 0:59.07 drücken. Aber 5 Runden vor Schluss streikte auf einmal der Motor. Auch mehrere Versuche, das Motorrad wieder anzukicken, blieben erfolglos. Der Motor ließ sich nicht mehr starten. Wir haben Nachgetankt, die Zündkerze gewechselt und den Vergaser gereinigt. Danach lief sie wieder einwandfrei. Glück gehabt.

 

14.55 Uhr - drittes freies Training

Eine 190er ist keine 160er. Es ist noch schwierig für mich, die Mehrleistung richtig zu dosieren. Zudem hatten wir die Übersetzung auch noch mal angepasst. Wir haben ein um 2 Zähne größeres Kettenrad eingebaut. Die Maschine ist dadurch etwas kürzer als vorher übersetzt. Ich musste deshalb meine Gangwahl und die Schaltpunkte wieder anpassen. Meine Rundenzeit konnte ich auf eine 0:58.88 korrigieren. Schauen wir mal, wie es im nächsten Turn läuft.

 

17.05 Uhr - viertes freies Training

Nicht besser. Die Maschine neigt zum Übersteuern. Ich rutschte immer übers Vorderrad und muss ständig das Motorrad auf Kurs halten. Dadurch bekomme ich einfach keine saubere Linie hin und komme auch auf keine wirklich gute Zeit. Wir müssen unbedingt das gesamte Fahrwerk anpassen. Wenn ich so weiterfahre, ist ein Sturz vorprogrammiert. Trotzdem stand eine neue Bestzeit auf der Uhr - 0:58.26.

 

 

Samstag, 08.06.2024

Auch heute ist wieder ein sonniger und trockener Tag. Hoffen wir, dass es heute besser läuft. Nachdem wir gestern Abend die technische Abnahme hinter uns gebracht hatten, kam das Fahrwerk dran. Federbein und Gabel haben wir noch mal komplett neu eingestellt. Jetzt sollte die Maschine deutlich besser liegen.

 

8.50 Uhr - erstes freies Training

Kein Vergleich zu gestern. Das Motorrad bleibt auf Spur und ich kann endlich an meiner Linie arbeiten. Es fühlt sich jetzt viel besser an und ich konnte den ersten Turn gleich mit einer 0:58.41 beenden. Schon mal nicht schlecht für den Anfang. Vielleicht geht noch mehr.

 

10.05 Uhr – zweites freies Training

Wir haben die Druckstufe noch mal korrigiert und den Reifenluftdruck angepasst. Es lief richtig gut. Ich konnte jetzt mit Kai Hummel #98 gut mithalten und meine Zeit noch mal verbessern. Es stand endlich eine sieben hinter der fünf – 0:57.88. Mehr können wir aktuell fürs Qualifying nicht machen.

 

11.20/12.35 Uhr – Qualifying 1 + 2

Das Qualifying lief nicht schlecht. In Q1 konnte ich meine Zeit aus dem freien Training wiederholen und kam wieder auf eine 0:57.88. In Q2 kam es auf der Gegengeraden zwischen Jason Rudolph #93 und mir fast zu einer Kollision. Jason Rudolph #93 verringerte plötzlich seine Geschwindigkeit und zog unerwartet nach links, direkt auf meine Linie. Sein Auspuff hatte sich am Zylinderauslass gelöst. Ich konnte einen Zusammenstoß gerade noch verhindern. Die Runde war damit aber hin. Am Ende reichte es zu einer 0:57.72. Damit stand ich in der Startaufstellung auf Platz 8.

 

15.15 Uhr – 1. Rennen

Das erste Rennen stand unter keinem guten Stern. In der ersten Kurve, direkt nach dem Start kam es zwischen Yevsevii Kovalov #9 und Anton Eilersen #6 zu einem Unfall. Das Rennen wurde sofort abgebrochen. Beide Fahrer blieben gottseidank unverletzt. Yevsevii Kovalov #9 konnte bis zum Restart seine Maschine mit einer tollen Unterstützung der anderen Teams wieder instand setzen. Er musste allerdings aus der Boxengasse starten und dem Feld hinterherfahren. Anton Eilersen #6 hatte weniger Glück und konnte nicht wieder starten. Das ich mein Motorrad am Start abgewürgt hatte, fiel dabei gar nicht auf. Nach wenigen Minuten ging es dann erneut in die Startaufstellung. Das Rennen wurde um 1 Runde verkürzt. Diesmal ging alles gut. Aber ich wiederholte meinen Fehler und würgte meine Maschine erneut ab. Bekam sie aber sofort wieder an und folgte dem Feld. Runde um Runde konnte ich mich an Linn Vogel #27 heranfahren. In der letzten Runde war ich direkt hinter ihr und bei der Überfahrt der Ziellinie, fehlte mir nur noch eine Radlänge. Yevsevii Kovalov #9 konnte nicht mehr aufschließen und so sicherte ich mir Platz 7 mit meiner besten Zeit von 0:57.61.

 

17.05 Uhr - 2 Rennen

Etwas angespannt fuhr ich in die Startaufstellung. Bloß das Motorrad nicht wieder abwürgen. Ich brauche einen guten Start. Die rote Ampel ging aus und mein Vorderrad hob vom Boden ab. Das Motorrad fing etwas an zu tänzeln. Konnte die Maschine aber wieder einfangen und drehte das Gas voll auf. Vor der zweiten Kurve konnte ich Linn Vogel #27 wieder einholen und fuhr an ihr vorbei. Auf der Gegengeraden konnte ich auch noch an Anina Urlaß #21 vorbeiziehen. Sie musste aufgrund eines Kupplungsdefekt aufgeben. Nun hatte ich Kai Hummel #98 und Yevsevii Kovalov #9 vor mir. Ich fuhr mich immer weiter ran und konnte Kai Hummel #98 tatsächlich einholen und klebte ihm nun am Hinterrad. In der 6ten Runde konnte ich Kai Hummel #98 überholen und einen kleinen Abstand rausfahren. Dann passierte mir leider ein kleiner Fehler und Kai Hummel #98 konnte in Runde 8 wieder an mir vorbeiziehen. Yevsevii Kovalov #9 konnte durch unseren Zweikampf etwas enteilen und den Abstand vergrößern. Ich gab aber nicht auf und wusste, wo ich mir Kai Hummel #98 wieder schnappen konnte. In der letzten Runde nahm ich mehr Schwung aus der zweiten Rechtskurve nach Start/Ziel mit und klemmte mich in seinen Windschatten. Auf halber Länge der Gegengeraden zog ich dann links an ihm vorbei und blockte ihn in der nächsten Linkskurve. Er kam bis ins Ziel nicht mehr an mir vorbei und so kam ich mit einer 0:57.41 auf dem 5ten Platz ins Ziel. Mein bestes Ergebnis überhaupt. Es hat richtig Spaß gemacht sich so zu batteln.

 

 

Fazit

Es war ein großartiges Wochenende. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so schnell auf ein neues Motorrad einstellen kann. Vielen Dank an das Team Robin Siegert #31. Ohne eure Hilfe wäre so ein Ergebnis nicht möglich gewesen. Wir haben wieder viel gelernt. Neben der Strecke herrscht im Fahrerlager eine konkurrenzlose Hilfsbereitschaft. Jeder hilft jedem. Das macht den Flair an der Rennstrecke aus und ich freue mich immer wieder aufs Neue alle Teams, Fahrer und Freunde zu treffen. Über meinen 5ten und 7ten Platz freue ich mich riesig. Und ich weiß, wäre ich besser gestartet, hatte ich sicher ein noch besseres Ergebnis einfahren können. Wir werden das noch ein paar Mal üben. Ich freue mich schon auf die Saison 2025. Aber jetzt steht erst mal die aktuelle Meisterschaft in der MiniGP Austria weiter auf dem Plan. Ich will unbedingt unter die Top 5 kommen.

 

Am 16.06.2024 steht das 3 + 4 Rennen in der MiniGP Austria in Saalfelden auf dem Plan. Aktuell sieht es nach einem verregneten Wochenende aus. Ein bisschen freue ich mich, endlich wieder ein Regenrennen zu fahren. Drückt mir weiterhin die Daumen.

1. Rennen am RedBull Ring

19.05.2024

 

Etwas verspätet sind wir am Freitagnachmittag Richtung Österreich zum 1.Rennen der MiniGP Austria am RedBull Ring gestartet. Das Wetter und die Verkehrslage waren bescheiden. Wir haben deutlich länger gebraucht als gedacht und es hat ständig geregnet. Aber die Vorfreude aufs erste Rennwochenende wurde dadurch nicht getrübt. Um ca. 20.00 Uhr trafen wir dann endlich im Fahrerlager ein. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und wir konnten unser Zelt doch noch im Trockenen aufbauen und das Motorrad zur technischen Abnahme bringen. Müde aber gut gelaunt sind wir dann um ca. 23.00 Uhr ins Bett gegangen.

 

Samstag, 18.05.2024

Um 6.30 Uhr war es dann mit der Nachtruhe vorbei. Ich konnte nicht mehr schlafen und musste endlich aufstehen. In der Nacht hatte es dann nicht mehr geregnet, die Strecke war trocken und die Sonne lachte vom Himmel. Es sollte ein toller Tag werden. Für heute standen 7 Trainingseinheiten und die beiden Qualifying Läufe auf dem Programm. Vorher ging es aber noch zur administrativen Abnahme.

 

Free Practice 1. - 7.

Um 9.00 Uhr ging es dann zum ersten Mal auf die Strecke. Es fühlte sich nach der vierwöchigen Zwangspause aufgrund meiner angebrochenen Unterarme etwas komisch, aber auch schön an, endlich wieder auf dem Motorrad zu sitzen. Wir sind nur zu dritt auf die Strecke raus, denn es war an manchen Stellen doch noch etwas nass. Meine schnellste Runde war eine 1:12.290. Wir müssen noch an der Übersetzung arbeiten. Im zweiten Turn ging es dann schon besser. Ich war gute 2 Sekunden schneller. Wir passten die Übersetzung danach noch mal an und ich konnte mich im Turn 3 bis 5 auf eine 1:08.280 einpendeln. Ich fühlte mich gut und wusste, dass es noch schneller gehen könnte. In Turn 6 war ich dann noch mal 1 Sekunde schneller. Und in Turn 7 stand dann eine 1:06:512 auf der Uhr. Ich kam immer besser in Fahrt. Leider die anderen auch. Mit meiner Zeit bewegte ich mich aber im oberen Mittelfeld. Schauen wir mal, wie es in den Qualifyings läuft. Wir zogen auch noch mal einen neuen Hinterreifen auf. Anders als in Deutschland, wird im Qualifying 1 der Startplatz fürs 1te Rennen und im Qualifying 2 der Startplatz fürs 2te Rennen ausgefahren. Auch eine neue Situation für mich.

 

Qualifying 1. - 2.

Mein Ziel unter die Top 5 dieses Jahr zu kommen, hatte ich fest vor Augen. Aber ich merkte, dass mir der Tag doch schon etwas in den Knochen steckte. Der Kurs ist für alle sehr fordernd. Es gibt kaum eine Stelle, wo man sich ausruhen kann. Ich konnte nicht an meine Bestzeit aus den freien Trainings anschließen. Mit Platz 9 im ersten Qualifying und Platz 11 im zweiten, kam ich leider meinem Ziel nicht wirklich nahe und beendet den Tag etwas geknickt. Zumindest bin ich nicht gestürzt.

 

Um für morgen gut gerüstet zu sein, kontrollierten wir noch mal das Ventilspiel und machten einen Ölwechsel. Am Magneten der Ölablassschraube hingen einige größere Späne. Das machte uns etwas nervös. Beim kompletten Entleeren des Motors schwemmte es dann auch noch ein etwas 5 x 5 mm großes Metallteil mit aus. Schien ein Teil an der Schaltwelle zu sein. Der Motor lief zwar bis jetzt einwandfrei, aber das Risko war einfach zu groß, im Rennen dann einen kapitalen Motorschaden zu erleiden. Der Motor hatte jetzt schon 91 Betriebsstunden drauf. Also wechselten wir kurzerhand den kompletten Motor. Ca. 23.00 Uhr war dann alles wieder fertig und die Maschine sprang beim ersten Tritt in den Kickstarter an. So konnten wir nun endlich ins Bett gehen. Der nächste Tag kann kommen.

 

 

Race 1. - 2.

Das Warm Up lief ganz gut. Meine schnellste Zeit war eine 1:06.851. Das Motorrad und der neue Motor fühlten sich gut an. Das Wetter war perfekt. Es könnte ein guter Tag werden.

 

Wir führen langsam in die Startaufstellung für das erste Rennen und nahmen unsere Plätze ein. Ich musste wieder einen perfekten Start hinlegen, um möglichst gleich ein paar Plätze gut zu machen. Die Ampel leuchtete rot, die Motoren drehten in den Begrenzer. Das Licht ging aus und wir starteten in die ersten 12 Runden des 1ten Rennen der Saison 2024. Die Fahrer vor mir machten meine angepeilte Linie dicht und ich konnte deshalb nicht weiter vorfahren, obwohl ich eigentlich gut weg kam. Das Feld kämpfte sich durch die ersten Kurven und nach ein paar Runden entzerrte sich das Feld. Ich konnte meinen 9 Platz halten. Wir fuhren in einer Vierergruppe. Einer der drei vor mir fahrenden Piloten stürzte und ich erbte dadurch den 8 Platz und schloss immer mehr auf die beiden anderen Fahrer auf. Ich war zwar schneller, aber war nicht entschlossen genug, um mich an beiden vorbeizubremsen. Es hätte Platz 6 sein können. Aber hätte und ist, sind halt was anderes. Platz 8 war für mich deshalb ok. Meine schnellste Runde war eine 1:06.617. Ich war zufrieden. Wobei die Spitze eine 1:04.108 fuhr. Das bedeutet noch eine Menge harter Arbeit.

 

Rennen 2 lief für mich etwas besser. Obwohl ich von Startplatz 11 ins Rennen ging, konnte ich dieses Mal ein paar Plätze gut machen und bog auf Platz 9 in die erste Kurve ein. Nach eine paar Runden befand ich mich auch wieder am Ende einer Vierergruppe. Anders als im ersten Rennen packte ich mir die beiden vor mir fahrenden Fahrer und war nun auf Platz 7. Yes. Die Lücke zum nächsten Fahrer wurde auch immer kleiner. In den letzten beiden Runden hing ich ihm dann am Hinterrad. Und fast hätte ich in auf der Start-/Zielgeraden gepackt. Es hat um ein halbes Vorderrad nicht gereicht. Aber es fühlte sich richtig gut an. Und ich bin meine persönlich schnellste Runde mit 1:05.943 gefahren.

 

Fazit

Ich bin voll und ganz zufrieden mit dem Wochenende. Mein Ziel in die Top 5 am Ende des Jahres zu fahren, scheint vielleicht doch möglich zu sein. Auch wenn mir fast 2 Sekunden bis an die Spitze fehlen, hoffe ich in der Saison weiter aufschließen zu können. Ich muss einfach mehr pushen und konsequenter Druck aufbauen. Hier und da noch an meiner Linie arbeiten und mehr Kaltschnäuzigkeit zeigen. Ein 7ter und 8ter Platz sind doch schon ganz gut. Damit habe ich 17 Punkte, was laut Zieleinlauf einem 8 Platz in der Rangliste entspricht und somit punktgleich mit den Piloten auf Platz 6 und 7 bin. Zu Platz 5 fehlen nach zwei Rennen 4 Punkte.

 

Am 08.06.2024 werde ich einen Gaststart mit einer 190ccm Ohvale im ADAC CUP/der MiniGP Germany in Mülsen haben. Das nächste Rennen in der 160 ccm Ohvale MiniGP Austria ist dann am 16.06.2024 in Saalfelden. Drückt mir die Daumen.


Testtag am RedBull Ring

28.04.2024

 
Leider konnte ich am Testtag im April nicht teilnehmen. Ich hatte mir bei einem Sturz mit dem Fahrrad an beiden Unterarmen Haarrisse an der Elle zugezogen. Zudem hatte ich mir auch noch eine Erkältung mit über 38° Fieber eingefangen. Wenn es mies läuft, dann aber richtig. Es kann jetzt ja nur noch besser werden… 

 

Am 18/19.05. geht es diese Saison dann zum ersten Rennen an den RedBull Ring. Ich freue mich schon so, endlich wieder auf dem Bike zu sitzen. 

 

Wünscht mir bitte alle viel Glück und drückt mir die Daumen. 

 

Und noch was…
Am 08.06.2024 (Motorsport Arena Mülsen, Niedermülsener Hauptstraße 14b, 08132 Mülsen) und am 28.09.2024 (Kartbahn Bopfingen, Sandberg 1, 73441 Bobfingen) werde ich dieses Jahr bei zwei Gaststarts in der MiniGP Germany mit der 190 ccm Maschine mitfahren, als Vorbereitung für die Saison 2025. 


RedBull Ring 29.03.2024

Erstes Rollout

 
Dieses Jahr ist für mich alles anders. Ich starte 2024 nicht in Deutschland, sondern in der MiniGP Austria. Es erwarten mich 4 neue Strecken in 5 Rennen. Gefahren wird 2x am RedBull Ring, dem FTZ Saalfelden, dem Wachauring Melk und der Speedarena Rechnitz.
 
Die Saisoneröffnung findet mit dem sogenanntem Rollout am schönen RedBull Ring statt. Natürlich fahren wir nicht auf dem eigentlichen RedBull Ring, sondern im Driving Center, einem ca. 46.000 m² großem Areal, mit einem wirklich tollen, aber auch sehr anspruchsvollem Kurs.
 
Das Starterfeld besteht dieses Jahr aus 15 internationalen Fahrern. Darunter sind bekannte, aber auch neue Gesichter. Ziel für dieses Jahr ist es unter die Top 5 zu fahren.
 
 
Donnerstag, 28.03.2024
Geplant war eine entspannte Anreise am Donnerstag. Doch leider verlief alles etwas aufregender. Etwa bei der Hälfte der Strecke löste sich an unserem Crafter plötzlich die komplette Lauffläche am linken Hinterrad und richtete zudem einen nicht unwesentlichen Blechschaden am Fahrzeug an. Wir hatten aber Glück im Unglück und konnten unsere Reise im Schneckentempo bis zur nächsten Werkstatt fortsetzen, wo es sicherheitshalber 4 neue Reifen gab. Mit einer großen Verzögerung kamen wir dann mitten in der Nacht am verregneten RedBull Ring an.

Freitag, 29.03.2024
Der Asphalt war noch etwas nass, als wir morgens aus unseren Betten krabbelten. Aber es sollte ein trockener Tag werden. Langsam trudelten die letzten Kontrahenten ein. Am liebsten wäre ich gleich schon raus auf die Strecke gefahren. Aber es blieb bei einem ersten Trackwalk und der Erledigung diverser organisatorischer Dinge. Danach bauten wir unser Zelt auf und richteten das Motorrad für das erste Rollout her.

Um 13.20 Uhr war es dann endlich soweit. Ich durfte das erste Mal von 5 Testsessions raus auf die Strecke. Auch wenn der Kurs auf Fotos sehr eben wirkt, geht es doch hoch und runter. Der Kurs bietet alles, was mein Rennfahrerherz sich wünscht. Enge, weite Kurven - kurze, lange Geraden - schnelle Richtungswechsel. Es macht einfach Spaß. Schon nach kurzer Zeit kam ich immer besser mit dem Layout zurecht und ich fühlte mich schnell wohl. Natürlich muss ich noch an meiner Linie arbeiten. Aber grundsätzlich war ich mit dem Ergebnis vom Tag sehr zufrieden und es war eine erste Gelegenheit, die anderen Fahrer kennenzulernen. Im dritten Turn überbremste ich mein Vorderrad und rutsche weg. Aber unbeirrt nahm ich mein Training wieder auf, da ich ja wusste, warum der Sturz passiert war. Fahrer und Maschine blieben heil. Um Zeiten ging es heute nicht, sondern nur um das erste Kennenlernen, das erste Beschnuppern mit allen Beteiligten.


Fazit
Was soll ich sagen, es war ein großartiges Event in einem neuen Umfeld. Die ganze Organisation wirkt sehr professionell und man fühlt sich richtig gut betreut. Vielen Dank an dieser Stelle an alle die das möglich machen. Man hat das Gefühl, auch wann man noch sehr weit weg ist, ein ganz kleiner Part der großen Rennsportwelt zu sein. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Testtag am 28.04.2024, ebenfalls am RedBull Ring, an meine Leistung nahtlos anschließen kann und wir ein erstes Gefühl bekommen, wo ich im Feld stehe.


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