RENNBERICHTE 2026

5. + 6. Rennen

Speedarena Rechnitz 21.06.2026


Die Anreise am Freitag verlief ohne große Probleme. Um 21.30 Uhr erreichten wir nach einer kurzweiligen Fahrt die Speedarena in Rechnitz. Das Wetter war für das ganze Wochenende sonnig und warm angekündigt. Beste Voraussetzungen also für schnelle Rundenzeiten.

 

Samstag, 20.06.2026

Der Samstag war als freier Trainingstag deklariert. Jeder Klasse standen 6 freie Sessions zur Verfügung. Mein erstes freies Training war um 9.40 Uhr. Mit Freude stellte ich fest, dass die Bahn einen komplett neuen Belag bekommen hat. Letztes Jahr bin ich ja im ersten Rennen, mit einem Highsider, in der schnellen Rechts gestützt und hatte mir dabei den Unterarm gebrochen. Hoffe der Grip ist durch den neuen Asphalt deutlich besser.

 

Das letzte Rennwochenende war ja ein totaler Ausfall. Getriebeschaden am Freitagnachmittag. Null Punkte damit in beiden Rennen, weil eine Reparatur vor Ort nicht möglich war. Auch am RedBull Ring zuvor lief es nicht optimal. Massive Fahrwerksprobleme. Nur Plätze im hinteren Rang. Dieses Wochenende muss aber wieder mal ein Erfolg werden.

 

Die ersten Turns ließen aber meine Hoffnung schnell wieder verblassen. Ich hatte kein gutes Gefühl für das Bike. Im ersten Turn ging dann sogar der Motor gleich nach den ersten 3 Runden aus. Ein Starten war nicht mehr möglich. Kleines Problem, große Wirkung. Der Zündkerzenstecker war gebrochen. Nach dem Tausch startete der Motor aber wieder ohne Probleme. Doch ich musste auf den zweiten Turn warten, um wieder auf die Strecke zu kommen.

 

Es lief nicht optimal. Ich war der Meinung, dass das mit den fehlenden Trainingsmöglichkeiten zwischen den Rennen zu tun hatte. Ich einfach mehr Zeit bräuchte, um mich wieder an die Strecke zu gewöhnen. Aber es wollte einfach nicht besser werden. Ich war am Verzweifeln. Die Zeiten waren im Bereich von 56 Sekunden pro Runde. Letztes Jahr bin ich noch Zeiten im Bereich von 53 Sekunden gefahren. Was war los. Nach der Mittagspause bin ich noch einen Turn gefahren, dann fing es doch tatsächlich an zu regnen. Zu nass für Slicks, zu trocken für Regenreifen. Der Tag war gelaufen. Und ich super frustriert. Mit meiner Zeit vom letzten Jahr hätte ich um den 3. Platz kämpfen können.

 

Sonntag, 21.06.2026

Am Samstagabend sind wir noch in die nächstgelegene Therme gefahren. Das heiße Wasser hat mich wie ein Baby schlafen lassen. Ich wollte heute noch mal alles versuchen. Es gab noch zwei freie Trainings am Morgen, danach kamen die beiden Qualifyings und dann die Rennen.

Nicht viel Zeit, um noch was zu finden, was mich schneller macht.

 

Das erste Training endet wie das Training gestern. Sehr ernüchternd. Im zweiten Training bin ich dann noch mal über mich hinausgewachsen und konnte etwas drauflegen, aber mein Hinterrad war in jeder Kurve so heftig am Rutschen, das ich wieder kurz vor einem Abflug stand.

Aber das war eine wichtige Erkenntnis. Es lag nicht an mir. Es musste definitiv am Motorrad liegen. Aber was konnte das sein?

 

Auf zum Gustl und Bernhard Auinger. Die beiden nahmen sich der Ohvale noch mal an. Wie sich schnell herausstelle, war die Gabel nicht in Ordnung. Zug- und Druckstufe ließen sich nicht einstellen, bzw. zeigte ein Öffnen und Schließen keinen Effekt. Die Gabel wurde rein über die Federn gedämpft. So verhielt sich das Bike wie ein Schaukelpferd. So war auch der fehlende Grip am Hinterrad zu erklären. Das Bike war so einfach nicht ausbalanciert. 

 

Für das erste Qualifying bekamen wir zumindest noch die Druckstufe repariert. Die Zeit war zu knapp, um beide Gabelholme zu machen. Die Zugstufe war dann vor dem Q2 dran. Es ging bergauf. Das Gefühl fürs Motorrad, fürs Vorderrad kam schnell wieder. Jetzt war das auch wieder eine Gabel die tat, was sie tun soll. Zudem haben wir die Gabel weiter durchgesteckt, um die Front des Motorrads anzuheben und so mehr Last aufs Hinterrad zu bekommen. Am Federbein haben wir noch die Feder um eine ganze Umdrehung mehr vorgespannt. Die Rundenzeiten vielen schnell. Doch leider habe ich im Q1 nur den 10ten und im Q2 den 8ten Startplatz rausfahren können. Mal sehen, wie es nachher in den Rennen läuft. Ich bin wieder positiv gestimmt.

 

1. Rennen

Aufgrund der Hitze wurde das Rennen im Quickstartmodus gestartet. Startplatz 10, rechts außen. Eigentlich ein guter Platz. Leider verlief der Start nicht ganz so optimal. Aber ich konnte bereits in der Anfangsphase 3 Plätze gutmachen, und mich auf Platz sieben vorfahren. Jakob Brunauer #7 hinter mir stürzte leider. Damit war aber von hinten keine Gefahr mehr zu erwarten. Der Abstand war einfach zu groß. Vor mir fuhr Finn Erik Neubauer # 71. Ich klebte Runde um Runde an seinem Hinterrad, war eigentlich schneller, fand aber keinen Weg an ihm vorbei. In Rechnitz ist es sehr schwer zu überholen, gerade wenn man vor sich einen leichteren Fahrer auf dem Motorrad hat. Der hat einfach eine bessere Beschleunigung. Aber nach den ganzen Problemen kam ich dann doch ganz zufrieden auf Platz 7 ins Ziel. Nach dem Rennen haben wir noch mal alles analysiert und verpasste Chancen aufgedeckt.

 

2. Rennen

Im zweiten Rennen bin ich dann von Platz 8 gestartet. Wolken haben sich vor die Sonne geschoben und es wurde etwas angenehmer. Der Start verlief besser als im ersten Rennen. Ich konnte direkt auf Platz 7 vorfahren. Doch nach kurzer Zeit kam aber schon wieder Adam Meszaros #95 von hinten und überholte mich. Kurz zuvor hatte Adam in einem Zweikampf Julian Wieser #31 in die Wiese geschickt, der das Rennen danach nicht mehr aufnehmen konnte. Nun konnte ich mich Runde um Runde an Lukas Schuller #11 heranfahren. Hinter mir war wieder Jakob Brunauer #7. In Runde 9 machte Lukas dann nach der Schikane einen Fehler und ich konnte mich an ihm wieder auf Platz 6 vorbeischieben. Der Abstand auf meine beiden Verfolger wurde immer größer. Wenn ich jetzt keinen Fehler mache, komme ich sicher auf Platz 6 ins Ziel. Dann stürzte plötzlich der auf Platz 2 liegende Simon Kucerik #10 in Runde 12 und das Rennen wurde abgebrochen und nicht wieder neu gestartet. So erbte ich noch den fünften Platz.

 

Fazit

Am Samstag hätte ich am liebsten alles hingeschmissen, weil ich wirklich geglaubt habe, dass ich nicht mehr Fahren kann. Als sich aber rausstellte, dass der Fehler in der Hardware stecke und ich gar nichts dafür konnte, sondern sogar mit einem unfahrbaren Motorrad eigentlich dann doch noch respektable Zeiten in den Asphalt gebrannt habe, wuchs mein Ego wieder. Jetzt freue ich mich mega auf das nächste Rennen in Ptuj. Hoffentlich wird es nicht zu heiß.

 

Tausend Dank an Gustl und Bernhard Auinger. Ohne Euch wäre das Wochenende ein Desaster geworden.

 

Vielen Dank auch an alle meine Unterstützer, Sponsoren, meine Freunde und meine Familie.

Euer Lukas #47

 

- 4SR – For Street Racing

- Broken Head Helmets

- MCR – Marmor Center Römhild

- Apex Bikes GmbH

- Wilhelm Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH

- Jell – KFZ-Werkstatt und Wohnmobil-Vermietung

- Automobile Hipp – KFZ Meisterwerkstatt

- Diopati – Die Bärenpranke

- Ala Karting Circuit

- mjp – mark jentsch projects

- nwf-consulting – Financial Management

- AMC Bad Aibling e.V.

 


3. + 4. Rennen
Slovakia Ring 24.05.2026

 
Freitag, 22.5.2026
Der Freitag war kurzfristig zum Standardprogramm als allgemeiner Trainingstag frei gegeben worden. Insgesamt standen 8 freie Turns für jede Klasse (110 ccm, 160 ccm und 190 ccm) zum Training zur Verfügung. Es lief anfangs gar nicht so schlecht. Schon nach den ersten beiden Turns war ich bei einer Zeit von 1:00.223.

Doch dann merkte ich, das irgenwas mit dem Motor nicht stimmte. Erst war es nur 1 bis 2 mal pro Turn, dass der 2te. Gang rupfte. Doch das Problem wurde immer schlimmer. In Turn 6 ging dann gar nichts mehr. Es fühlte sich wie auf einem Schaukelpferd an.

Ich musste das Motorrad abstellen. Das Gertiebe war kaputt. Vor Ort gab es leider keine Möglichkeit einer Reparatur.
Das Wochenende und damit Rennen 3. + 4. waren gelaufen. Die Enttäuschung war megagroß. Es soll einfach nicht sein.
 
Fazit
Rennsport hat nicht nur viel mit Leistung und Performance zu tun, sondern auch mit viel Glück.
Aktuell scheint es, dass wir davon nicht viel haben. Hoffe das Rennen 5. + 6. in rechnitz besser verlaufen.


Vielen Dank an alle meine Unterstützer, Sponsoren, meine Freunde und meine Familie.

Euer Lukas #47

 

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1. + 2. Rennen
RedBull Ring 12.04.2026

 
Samstag, 11.04.2026
Nachdem es am Freitag noch geregnet hatte, empfing uns der Samstagmorgen recht freundlich. Das Wochenende sollte sonnig und trocken werden. Eigentlich beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende. Eigentlich…

1. bis 5. freies Training
Was für ein Desaster. Egal was wir am Motorrad auch geändert haben, wir bekamen das Problem mit einem rutschenden Hinterreifen nicht in den Griff. Wir haben Zug- und Druckstufe und auch die Federvorspannung am Federbein immer wieder angepasst. Auch an der Gabel haben wir Anpassungen vorgenommen. Zudem haben wir die Gabelholme weiter durchsteckt, das Heck angehoben und wieder zurückgebaut. Immer wenn wir der Meinung waren, jetzt läuft es besser, war nach zwei Runden das Problem wieder da. Der Hinterreifen riss auf der linken Flanke permanent auf. Der mangelnde Grip am Hinterrad lies einfach ein sattes Beschleunigen aus den Kurven nicht zu. Zehntel über Zehntel verlor ich in jeder Kurve. Wir wussten, dass so kein Blumentopf zu gewinnen war. Ständig musste ich mit einem Sturz rechnen. Frustriert beendete ich den ersten Tag und hoffte auf ein Wunder für den morgigen Tag.


Sonntag, 12.04.2025
Für heute Früh waren nochmal 2 freie Trainingsläufe angesetzt. Danach folgten die beiden Qualifikationssessions und als Abschluss des Tages die beiden Rennen.

1. + 2. freies Training
Wie auch schon am Samstag bekamen wir die SetUp-Probleme nicht in den Griff. Auch die Tatsache, dass wir einen neuen Vorderreifen und für jedes Training einen neuen Hinterreifen aufgezogen hatten, brachte keine Verbesserung. Es fehlte einfach der Grip am Hinterrad. Der Hinterreifen war beim Beschleunigen aus jeder Kurve nur am Rutschen. Das Ergebnis war nach beiden Trainingsläufen sehr ernüchternd. Die Zeiten reichten in der Rangliste nur für Platz 6 und Platz 7.

1. + 2. Qualifyings
Mit dieser Erkenntnis würde es schwer werden Startplätze im vorderen Drittel rauszufahren. Trotzdem war ich motiviert und bestrebt mein Bestes zu geben. Aber auch das sollte am Ende nichts helfen. Fürs Rennen 1 konnte ich mir wenigstens den Startplatz 5 und fürs zweite Rennen den 7ten Startplatz sichern. Meine beste Zeit war nur eine 1:03.502.

1. Rennen
Ich bin gut gestartet und konnte meinen 5 Platz verteidigen. Doch in der zweiten Runde, in der vierten Kurve vor Start/Ziel, verlor ich mein Vorderrad und rutschte weg. Weder mir noch der Maschine ist was passiert. Ich konnte das Rennen wieder aufnehmen. Doch das restliche Feld war natürlich weg. Ich fuhr mich Runde um Runde wieder ran und konnte mich am Schluss noch auf den 11ten Platz retten.

2. Rennen
Im zweiten Rennen bin ich von Platz 7 gestartet. Wir hatten noch mal einen frisch angefahrenen Hinterreifen montiert, mit der Hoffnung, dass wir damit etwas mehr Grip hätten. Tatsächlich bin ich etwas besser als im ersten Rennen gestartet und konnte auf Platz 6 vorfahren. Zur Hälfte des Rennens stützte Simon Kucerik #10, und ich erbte Platz 5. Doch Simon kämpfte sich schnell wieder ins Rennen zurück. Und nach wenigen Runden wurde ich wieder von ihm und auch noch von Alvin Klengel #2 überholt. Ich konnte dem nichts entgegensetzen. Nun saß mir auch noch Julian Wieser #31 im Nacken. Aber ich kämpfte wie ein Löwe. Ich wollte nicht noch einen weiteren Platz verlieren und konnte meinen 7ten Platz bis ins Ziel verteidigen. Ein kleiner Trost.


Fazit
Ehrlich gesagt, habe ich mir in meiner letzten Saison auf meiner Ohvale etwas mehr erhofft. Aber das erste Rennwochenende, war ein Wochenende zum Vergessen. Ich hoffe, dass uns das Problem mit dem Hinterrad auf den kommenden Strecken im Kalender nicht weiterverfolgt und ich wieder punkten kann.



Vielen Dank an alle meine Unterstützer, Sponsoren, meine Freunde und meine Familie.

Euer Lukas #47

 

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- Wilhelm Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH

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